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Planungsprozess Schützenmatte: Kosmetische Änderungen statt städtebaulicher Wurf – CVP Stadt Bern ist enttäuscht

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Gemäss dem am 2. Mai 2013 verabschiedeten Antrag des Gemeinderats hätte die gross angelegte Begleitgruppe im Planungsprozess Schützenmatte „städtebauliche Ideen“ rund um die Schützenmatte entwickeln sollen. Nach drei aufwändigen Sitzungen dieses Begleitgremiums und einem teuren dreitägigen „Labor“ Schützenmatte im Sommer 2014 zeigt sich zur Enttäuschung der CVP Stadt Bern: Es geht gar nicht um diesen städtebaulich heiklen Komplex mit der Schützenmatte als Zentrum, sondern nur darum, wer die Schützenmatte auf der einen Seite der Eisenbahnbrücke benutzen darf und wer nicht.

Richtigerweise hat der Stadtrat 2013 festgestellt, dass ein politischer Konsens darüber besteht, die „Schützenmatte samt Umgebung“ aufzuwerten. Nach Ansicht der CVP Stadt Bern gehört zu dieser Umgebung zwingend das Eilgut‐Areal, das gemäss Planungsunterlagen offenbar in gut zehn Jahren zur Verfügung stehen wird. Was zwischen Hodlerstrasse, Henkerbrünnli, Lorraine‐Brücke und Eilgut‐Areal möglich wäre, hat der Schindler‐Award aus dem Jahr 2012 gezeigt, wo Studenten verschiedene städtebauliche Konzepte entwickelt haben. Dabei wurde auch klar, dass die Frage von Hochbauten auf der Schützenmatte nur diskutiert werden kann, wenn auch das Eilgut‐ Areal in die Planung mit einbezogen werden kann. Dies ist jetzt aber noch nicht der Fall.

Der Zeitplan, den die Verantwortlich anlässlich des dritten Sitzung des Begleitgremiums im Dezember 2014 vorgelegt haben, bestätigte diesen Sachverhalt: Über die städtebaulichen Fragen inklusive Verkehrsführung wird später einmal diskutiert. Aufgabe des Begleitgremiums sei es, die kurzfristige Nutzung des Platzes zwischen Eisenbahnbrücke und Bollwerk zu regeln. Angesichts der Zusammensetzung dieses Gremiums war auch schnell klar, dass die Parkplätze zugunsten einer nicht‐ kommerziellen Nutzung weichen sollen.

Für den Vertreter der CVP Stadt Bern im Begleitgremium, Peter Quadri, ist klar: „ Es geht nicht um ein neues Quartier, nicht um eine neue Verkehrsführung, um kein neues städtebaulich hochwertiges Eingangstor in die Stadt Bern, sondern bloss um die Schaffung eines weiteren Ausgabepostens für die Stadt ohne ersichtlichen Nutzen.“ Dafür wäre ein solch aufwändiger und teurer Begleitprozess nicht nötig gewesen. „Der Berg hat eine Maus geboren“, so das Fazit von Peter Quadri.

Die CVP der Stadt Bern fordert, dass die Stadt einen klaren Zeitplan für die städtebauliche Entwicklung im Bereich Schützenmatte vorlegt. Für die provisorische Nutzung der Schützenmatte in den nächsten Jahren soll die Stadt – nicht die Begleitgruppe – ein Nutzungskonzept erarbeiten, das auch die finanziellen Auswirkungen deutlich aufzeigt. Angesichts der finanziellen Situation der Stadt wäre es verfehlt, die Parkplätze ohne triftigen Grund aufzuheben.

Für Rückfragen:

  • Tim Frey (Parteipräsident CVP Stadt Bern): 078 635 96 14
  • Peter Quadri (CVP‐Verantwortlicher Planungsprozess): 079 270 48 55

Kategorie: Allgemein, Medienmitteilungen, Umwelt, Verkehr | Kommentare deaktiviert für Planungsprozess Schützenmatte: Kosmetische Änderungen statt städtebaulicher Wurf – CVP Stadt Bern ist enttäuscht

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